Einer der schönsten Apistogramma ist der Panda-Zwergbuntbarsch ( Apistogramma nijsseni ). Es gibt aber leider aufgrund von Inzuchten in den letzten Jahren kaum noch kräftig gezeichnete gesunde Fische zu kaufen. Die Panda-Zwergbuntbarsche gehören mit zu den zutraulichsten Apistogramma, die sich nicht nur am Boden, sondern auch im freien Wasser aufhalten. Sie werden so zutraulich, dass sie sogar aus der Hand fressen. Die Pandas werden immer paarweise gehalten und ziehen ihre Jungen in einer Vater-Mutter-Familie auf, in der sich auch das Männchen um die Jungfische kümmert. Diese Art kann auch in neutralem, leicht alkalischen Wasser gehalten werden. 

Ein Paar dieser Fische habe ich im Sommer erhalten. Meine Erfahrungen und ein paar beschreibende Dinge will ich hier kurz schildern.

Der Panda-Zwergbuntbarsch kommt ursprünglich, wie viele Aquarienfische, aus dem Amazonasgebiet in Südamerika. Die ersten Funde wurden 1977 in Peru gemacht. Nimmt man diesen Fisch in sein Becken auf, so sollte das Becken mindestens eine Kantenlänge von 80cm haben und mit dunklem Bodengrund ausgestattet sein.

Die Wassertemperatur ist optimalerweise bei 24-25 °C - aber auch Temperaturen bis 30°C werden vertragen.Unbedingt sollte für das Weibchen eine Bruthöhle z.B. ein umgestülpter Blumentopf oder Steine geschaffen werden.
Wie andere Fische aus der Gruppe der Apistogrammas, sind auch diese Tiere stark revierbildend . Ein Weibchen hat dabei ca. einen Revierdurchmesser von 25 cm, in größeren Becken können so durchaus mehrere Weibchen und ein Männchen gehalten werden, da die Männchen polygam sind.

Die Männchen und Weibchen unterscheiden sich in ihrer Größe und Färbung. Das Männchen ist wesentlich größer (5-6 cm) als das Weibchen (ca. 4cm), und bildet im Gegensatz zum Weibchen ausgezogene Flossen aus.
Das Weibchen färbt sich während der Brutpflege stark gelblich mit einem stark ausgeprägten schwarzen Fleck an den Seiten.

Die Männchen haben einen schönen schimmernden bläulichen Farbverlauf. Männchen und Weibchen haben ander Schwanzflosse einen markanten roten Saum.

Die Fische sind Fleischfresser und nehmen deshalb am liebsten Lebendfutter wie Wasserflöhe, Mückenlarven oder Tubifex. An Flockenfutter gewöhnen sie sich aber auch.An den Tieren kann man sehr viel Freude haben, da sie wie die meisten Zwergbuntbarsche ein ausgeprägtes Balz- und Brutverhalten haben.

Der Fisch gehört zwar zu den schönsten Zwergbuntbarschen, und ist wenn man die obigen Ratschläge beherzigt, auch für Anfänger durchaus mit Erfolg zu pflegen.Diese Buntbarsche brauchen ein dichtbepflanztes Becken mit vielen Verstecken und weichem, saurem Wasser.

Will man züchten, sollte der pH-Wert zwischen 5 und 6 liegen und es sollten kleine Beifische im Becken sein, um das Brutpflegeverhalten auszulösen. Abgelaicht wird in Höhlen, unter großen Blättern, etc. Nach 48 Stunden schlüpfen die Jungen und schwimmen nach 4 Tagen frei.
Bei der rechtschnellwüchsigen Art sollte die Aufzuchtstemperatur nicht zu hoch sein, da es sonst einen sehr hohen Männchenanteil gibt. Bei niedrigeren Temperaturen ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichener.
Ich konnte bisher allerdings noch keine Zuchterfolge aufweisen. Das liegt zum einen daran, das ich sie im Becken mit anderen Fischen pflege, so das schon mal ein Gelege oder die frisch geschlüpften Larven gefressen werden. Aber auch die Barsche selbst brauchen oft einige Anläufe bis sie ein Gelege durchbringen. Oft fressen sie ihr Gelege selbst auf.

Marmorkrebs

Marmorkrebse  werden hier auch gepflegt. Zur Zeit  ( November 2003 ) trägt ein Marmorkrebs ca. 50 - 60 Eier mit sich herum. Sie hat es sich in einer Kokosnuß Schale bequem gemacht und sich fast darin eingegraben.

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